Instruments
Obertonflöten
Es gehört dort zum Hirten-Instrumentarium

Die Obertonflöten

Die kleinere und einfachere Variante einer Fujara (Bassblockflöte) wird allgemein als Obertonflöte bezeichnet. Meistens sind es Holzblasinstrumente mit einer Länge von 60 – 100 cm. Durch abwechselndes Öffnen und Schließen des unteren Endes (Wechsel zwischen offener und gedackter Flöte) werden zwei unterschiedliche Obertonreihen erzeugt, die von einem geschickten Spieler als Tonleiter ineinander verwoben werden.

Instrumente dieser Art sind aus verschiedenen Erdteilen unter verschiedenen Namen bekannt, in Europa wird das Instrument heute noch in Moldawien (Tilinko), Ungarn (Kaval – mit Grifflöchern und spezieller Spieltechnik), Slowakei (koncovka von „konec“, Ende) und Norwegen (seljefløjt) gespielt. Es gehört dort zum Hirten-Instrumentarium. Eine metallene Variante ist die Aeolosflöte.

Bild: Obertonflöten

Die Töne all dieser Obertonflöten werden nur durch unterschiedlich starkes Anblasen erzeugt. Wie auch bei der Blockflöte ist keine besondere Blastechnik notwendig. Tiefere Töne entstehen durch das Abdecken des Rohres mit der Hand. Die Obertonflöte bezaubert durch ihre Schlichtheit und Eleganz. Sie hat meistens keine Grifflöcher und birgt dennoch eine Reihe von wunderbaren Tönen, die durch unterschiedlich starkes Anblasen und Verschließen des unteren Flöten-Endes erzeugt werden.

Die Obertonreihe ist die natürliche Urform einer Tonleiter, daher wird sie auch "Naturtonreihe" genannt. Es sind dies reine Töne, die in ihren Abständen zum Grundton einer Gesetzmäßigkeit folgen, die sich in sämtlichen Strukturen des Kosmos wiederfindet.